Website-Editor: KI bearbeitet auch Formulare und Menüs

Der KI-Assistent kann Formulare erstellen und verändern sowie Menüpunkte anlegen, umbenennen und verschieben. Wer nur einen bestimmten Abschnitt ändern möchte, wählt ihn über „Select Elements“ aus und beschreibt die gewünschte Änderung. Die Anweisung bezieht sich dann auf diesen Teil der Seite.

Dabei kann der Assistent auf Produkte und Veranstaltungen zugreifen, die bereits in Odoo angelegt sind. Für eine Veranstaltungsseite müssen die Angaben also nicht nochmals in die KI-Anweisung kopiert werden. Im Editor ist erkennbar, welche Inhaltsblöcke der Assistent erstellt oder verändert hat.

Formulare genauer einstellen
Uploads lassen sich auf bestimmte Dateitypen beschränken, zum Beispiel auf PDF-Dateien. Für Textfelder lassen sich Zeichenlimits festlegen und für E-Mail-Adressen bestimmte Endungen vorgeben, etwa die eigene Firmendomain. Auswahllisten können zunächst leer bleiben, statt die erste Antwort automatisch vorzuwählen.
Menüs und verlinkte Kacheln gestalten
Große aufklappbare Menüs, sogenannte Mega-Menüs, können zusätzliche Inhaltsblöcke enthalten. Bei einer Kachel lässt sich die gesamte Fläche verlinken. Einzelne Seitenblöcke können außerdem in einer mobilen Vorschau geprüft werden.
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Mehrsprachige Websites und eine bessere Suche

Auf einer mehrsprachigen Website müssen nicht überall dieselben Dateien erscheinen. Die deutsche Seite kann eine deutsche Produktbroschüre anbieten, die englische Seite die englische Ausgabe. Das funktioniert auch mit Bildern und Videos. Für statische Seiten, etwa eine Kontaktseite, lässt sich zudem die Webadresse je Sprache übersetzen.

Suchen, ohne die genaue Bezeichnung zu kennen
Die Suche wurde so überarbeitet, dass Suchbegriff und gespeicherte Bezeichnung nicht genau übereinstimmen müssen. Ergebnisse sind nach Kategorien gegliedert. Wer nur Produkte oder Veranstaltungen durchsuchen möchte, kann die Suche darauf beschränken. Seitennamen werden in der ausgewählten Sprache angezeigt.
Kleinere Bilder fürs Smartphone
Odoo stellt Bilder in unterschiedlichen Größen bereit. Der Browser kann so auf dem Smartphone eine kleinere Datei laden als auf einem großen Bildschirm. Technisch wird dafür das HTML-Attribut srcset verwendet.
Seiten für Suchmaschinen aufbereiten
Die Sitemap, also die Seitenliste für Suchmaschinen, enthält nur erreichbare Seiten, die zur Aufnahme in den Suchindex freigegeben sind. Odoo hat außerdem den Umgang mit Listen verbessert, die sich über mehrere Seiten verteilen, etwa Produktübersichten. Damit sollen doppelte Inhalte vermieden werden.
Zusätzliche Angaben für Suchmaschinen und KI
Strukturierte Daten ergänzen den sichtbaren Seiteninhalt um maschinenlesbare Angaben. Zusätzlich lässt sich eine Datei namens llms.txt hinterlegen, die ausgewählte Inhalte für KI-Anwendungen beschreibt. Die Datei allein sagt jedoch nichts darüber aus, ob eine KI die Website tatsächlich nutzt oder empfiehlt.
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Kundenportal und Shop: Retouren, Projektaufgaben und B2B-Preise

Die Kacheln auf der Startseite des Kundenportals lassen sich mit dem Website-Editor gestalten und anders anordnen. Kunden können im Portal außerdem Rückgaben anmelden und an Projektaufgaben mitarbeiten.

Retouren im Kundenportal anmelden
Shopbetreiber können die Rückgabe von Produkten direkt im Portal anbieten. Kunden müssen dafür keine separate E-Mail schreiben. Beim Bestellen kann der Shop außerdem nach dem gewünschten Lieferdatum fragen.
Projektaufgaben gemeinsam mit Kunden bearbeiten
Kunden mit Portalzugang können Aufgaben zugewiesen bekommen, wenn sie dem betreffenden Projekt in Odoo folgen. Auch Änderungen an Aufgaben lassen sich im Portal anzeigen. Wer auf ein Projekt zugreifen darf und wer Benachrichtigungen dazu erhält, wird getrennt eingestellt.
Preise und Mengen für Privat- und Geschäftskunden
Je Preisliste lässt sich festlegen, ob Preise mit oder ohne Steuer angezeigt werden. Für Produkte können Mindestbestellmengen gelten. Ein Schieberegler hilft beim Filtern nach Zahlenwerten, zum Beispiel nach der Breite eines Produkts.
Ausverkaufte Produkte automatisch ausblenden
Produkte lassen sich ausblenden, sobald sie nicht mehr auf Lager sind, und bei neuem Bestand wieder anzeigen. Kleine Shops können auch ohne die vollständige Lager-App eine verfügbare Menge je Produkt führen. Separate Buchungen für Warenbewegungen sind dabei nicht erforderlich.

Marketing: Kampagnen planen und Newsletter gezielter verschicken

In der App Marketing Automation lassen sich die Schritte einer Kampagne mit der Maus anordnen und verbinden. Ein Seitenbesuch, eine Newsletter-Anmeldung oder ein bestimmtes Datum kann den Ablauf starten. Auch eine andere Anwendung kann ein solches Ereignis an Odoo melden. Diese automatische Benachrichtigung nennt sich Webhook.

Mit „Wait for a value“ kann eine Kampagne pausieren, bis ein festgelegter Wert vorliegt. Im E-Mail-Marketing lassen sich außerdem Inhalte und Empfänger genauer auswählen:

Andere Inhalte je Kundengruppe
Ein Newsletter kann Geschäftskunden andere Produkte zeigen als Privatkunden. Dafür werden einzelne Inhaltsblöcke nur angezeigt, wenn der Empfänger die festgelegten Bedingungen erfüllt. Es müssen nicht zwei getrennte Newsletter erstellt werden.
Empfängerlisten aktuell halten
Odoo ermittelt beim Verarbeiten des Newsletters, welche Kontakte die Auswahlregeln erfüllen. Die Liste wird also nicht schon beim Erstellen des Entwurfs eingefroren.
Produktdaten direkt im Newsletter verwenden
Statt Titel, Bilder und andere Angaben erneut einzutragen, wählt die Redaktion ein bereits angelegtes Produkt oder eine Veranstaltung aus. Odoo übernimmt die Angaben in den passenden Newsletter-Block. Einzelne Blöcke und ganze Newsletter lassen sich als Vorlage speichern.
Sehen, welche Links angeklickt wurden
Die Auswertung zeigt die Klicks auch je Empfänger. Wer diese Erfassung nicht verwenden möchte, kann das Link-Tracking im HTML-Editor abschalten.

CRM und Vertrieb: Anfragen zuweisen und Angebote schneller zusammenstellen

Im CRM verwaltet der Vertrieb Anfragen und mögliche Aufträge. Zwischen den Übersichten verschiedener Vertriebsteams lässt sich nun über eine Auswahlliste wechseln. Neue Anfragen, in Odoo „Leads“ genannt, können automatisch an Teammitglieder verteilt werden. Pro Person lässt sich eine Obergrenze setzen oder die automatische Zuweisung abschalten.

Abonnements des Kunden direkt aufrufen
Aus einer Anfrage heraus kann der Vertrieb bestehende Abonnements des Kunden öffnen. Ein Angebot für eine Verlängerung oder zusätzliche Leistungen lässt sich beim Abo erstellen und der laufenden Anfrage zuordnen.
Leistungspakete wiederverwenden
Wer regelmäßig dieselben Leistungen anbietet, kann sie als Abschnittsvorlagen speichern und in neue Angebote übernehmen. Auch vollständige Angebote und Aufträge lassen sich als Vorlage verwenden. Mengen und Einheiten können für mehrere Positionen eines Abschnitts gemeinsam geändert werden.
Verkaufspreise über die Marge berechnen
Der Vertrieb kann die Marge einer Angebotsposition ändern; Odoo passt daraufhin den Verkaufspreis an. Für eine frei formulierte Leistung muss standardmäßig auch kein Produkt mehr angelegt sein: Eine Position mit Beschreibung genügt.

KI: mit Odoo-Daten arbeiten, auch aus anderen Anwendungen

Die KI-Assistenten in Odoo können gespeicherte Einträge anlegen und ändern. Sie können hochgeladene Dateien bei einer Aufgabe berücksichtigen oder Fragen zum Inhalt eines Dokuments beantworten. Aufgaben lassen sich durch ein Ereignis oder zu einem festgelegten Zeitpunkt starten. Der zugehörige Chat zeigt anschließend den Verlauf der Bearbeitung.

Neu ist auch eine Verbindung für andere KI-Anwendungen: der MCP-Server. MCP steht für Model Context Protocol und beschreibt, wie eine KI auf freigegebene Daten und Funktionen einer Anwendung zugreifen kann. In Odoo gehören dazu zunächst die Suche und Auswertungen. So könnte eine KI beispielsweise offene Verkaufschancen je Vertriebsteam zusammenzählen und deren Gesamtwert berechnen. Die Verbindung wird über einen API-Schlüssel eingerichtet, also einen Zugangsschlüssel mit den passenden Berechtigungen.

Soll die KI Daten verändern, müssen Funktionen wie „Create Records“ und „Update Records“ ausdrücklich freigegeben werden. Damit könnte sie etwa neue Kontaktdaten aus einer Liste übernehmen. Die Kennzeichnung „Readonly“, also „nur lesen“, ist dabei keine Zugriffskontrolle: Sie beschreibt lediglich die vorgesehene Nutzung. Was tatsächlich erlaubt ist, bestimmen die Benutzerrechte und die freigegebenen Funktionen.

Die eingebauten KI-Funktionen werden laut Odoo über IAP-Credits abgerechnet, ein Nutzungsguthaben. Wer zusätzlich eine externe KI-Anwendung verbindet, muss auch deren Kosten berücksichtigen.

Die Neuerungen auf einen Blick

Odoo 20: ausgewählte Funktionen und Anwendungsbeispiele
BereichNeue oder erweiterte FunktionBeispiel für den Alltag
WebsiteKI bearbeitet Formulare und MenüstrukturEin Anfrageformular erweitern und im Menü einordnen
SprachenEigene URLs und Medien je SprachfassungEnglische Broschüre statt deutschsprachigem Download
KundenportalRetouren und zugewiesene ProjektaufgabenEine Rückgabe ohne separate E-Mail anstoßen
ShopMindestbestellmengen und Preise mit oder ohne SteuerGeschäfts- und Privatkunden im selben Shop bedienen
NewsletterInhalte und Empfänger nach festgelegten Regeln auswählenPrivatkunden andere Produkte zeigen als Geschäftskunden
KampagnenSchritte mit der Maus anordnen und verbindenEine Newsletter-Anmeldung als Start für eine Kampagne nutzen
VertriebWiederverwendbare AngebotsabschnitteEin häufig angebotenes Leistungspaket übernehmen
KI & MCPAnderen KI-Anwendungen Zugriff auf ausgewählte Daten gebenDen Wert offener Verkaufschancen je Team berechnen

Was davon ist in welcher Umgebung verfügbar?

Die Auswahl beschreibt den Funktionsstand von Odoo 20 im September 2026. Einzelne Änderungen waren für Odoo Online bereits in den Versionen 19.1 bis 19.4 verfügbar. Beispielsweise wurde der Website-Assistent schon in 19.3 erweitert; KI-Agenten und Seitengenerierung per Prompt gab es bereits in Odoo 19.

Nicht jede Funktion ist in jeder Odoo-Installation verfügbar. Entscheidend sind die Edition, die installierten Apps und der Tarif. Auch bei eigenen Erweiterungen gibt es Unterschiede: Zusätzliche Serverfunktionen in der Programmiersprache Python benötigen Odoo.sh oder eine eigene Installation. Auf Odoo Online lassen sich solche Module nicht installieren.

Auf den Punkt

Interessant wird Odoo 20 dort, wo Informationen schon vorhanden sind: Produktdaten lassen sich für Webseiten und Newsletter verwenden, Leistungspakete für das nächste Angebot speichern und Kundendaten für Auswertungen mit KI freigeben. Welche dieser Funktionen nutzbar sind, hängt von den installierten Apps, der Odoo-Edition und dem Tarif ab.

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Wir unterstützen Sie bei der Einführung und Weiterentwicklung von Odoo: von Website und Kundenportal über CRM-Anbindungen bis zu eigenen Erweiterungen. Gemeinsam klären wir, welche der neuen Funktionen Ihre bisherigen Abläufe konkret verbessern.

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