Dynamische Inhalte in Storyblok, Extensions in TYPO3
lotterien.at richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Die Plattform und die dahinterliegenden Funktionen sind über längere Zeit gewachsen. Bei einer solchen Ausgangslage wäre die Frage „Welches CMS ersetzt alles?“ zu kurz gegriffen.
Unser Ansatz ergänzt die vorhandene TYPO3-Lösung um Storyblok. Dynamische Inhalte erhalten einen Content Hub; eher statische Seiten und komplexe TYPO3-Extensions bleiben zunächst im bestehenden System. Damit ist der Umfang des ersten Schritts klarer als bei einer vollständigen Ablöse.
Was mit Content Hub gemeint ist
Ein Content Hub ist hier der Ort, an dem bestimmte Inhalte strukturiert gepflegt und für die Verwendung bereitgestellt werden. Nicht jede Oberfläche muss diese Inhalte selbst noch einmal verwalten. Storyblok trennt die Inhaltspflege von der technischen Auslieferung im Frontend.
Für die Redaktion bleibt wichtig, wie ein Inhalt später erscheint. Deshalb gehört eine passende Vorschau zur Integration. Ein sauberer API-Aufruf allein beantwortet noch nicht, ob Redakteurinnen und Redakteure die richtige Inhaltsvariante sehen und Änderungen verlässlich beurteilen können.
Inhaltspflege, Verlinkung und Caches über zwei CMS
Bei einem hybriden Aufbau darf nicht unklar werden, wo eine Information gepflegt wird. Wir betrachten deshalb Inhalte, Zuständigkeiten und technische Abhängigkeiten gemeinsam: Welcher Inhalt gehört in welches System? Was wird referenziert? Welche Änderung muss eine neue Auslieferung oder Cache-Aktualisierung auslösen?
Auch Navigation, Verlinkung und Suchmaschinenzugriff müssen über die technische Aufteilung hinweg zusammenpassen. Für Besucher soll daraus eine zusammenhängende Website entstehen, keine sichtbare Sammlung von CMS-Zuständigkeiten.
Weiterentwickeln, ohne alles gleichzeitig auszutauschen
Bei lotterien.at müssen die bestehenden TYPO3-Extensions für diesen Schritt nicht neu entwickelt werden. Das Projekt kann sich auf die dynamischen Inhalte und ihre Anbindung aus Storyblok konzentrieren.
Dieser Weg ist auch für andere gewachsene Plattformen interessant. Er verlangt allerdings klare Verantwortung für die Verbindung beider Systeme. Zwei CMS bedeuten nicht automatisch weniger Komplexität – sie können helfen, Aufgaben besser zuzuordnen.
Storyblok übernimmt dynamische Inhalte; statische Seiten und komplexe Extensions bleiben zunächst in TYPO3. Die Integration verbindet Inhaltsvorschau, APIs und Veröffentlichung.