Welche Anforderungen bleiben nach dem Wechsel?
Eine veraltete TYPO3-Version ist ein Anlass, die Website zu prüfen, aber noch keine Entscheidung für ein anderes CMS. Eine Aktualisierung kann die vorhandene Architektur erhalten. Wenn sich dagegen Angebot, Redaktion oder Funktionsumfang deutlich verändert haben, kann eine neue WordPress-Website eine passende Alternative sein.
Wir würden zuerst festhalten, was weiterhin gebraucht wird: Anzahl der Websites und Sprachen, Zuständigkeiten, Freigaben, Formulare, geschützte Bereiche und angebundene Systeme. Besonders aussagekräftig ist ein realer Redaktionsablauf. Kann das Team eine typische Seite in WordPress einfacher pflegen, ohne an anderer Stelle neue Umwege einzuführen?
Mehrsprachigkeit und spezielle Freigaberegeln müssen in der vorgesehenen WordPress-Lösung ausdrücklich abgedeckt sein. Wir vergleichen deshalb konkrete Konfigurationen und Erweiterungen, nicht ein individuell ausgebautes TYPO3 mit einer leeren WordPress-Installation.
Aus TYPO3-Inhaltselementen werden WordPress-Blöcke
Der Seitenbaum allein beschreibt den Bestand nicht. Wir erfassen auch Inhaltselemente, Datensätze, Dateiverknüpfungen und Verweise zwischen Seiten. Ein Text-Bild-Element lässt sich anders übernehmen als ein Produktfinder mit Daten aus einem PIM.
In WordPress ordnen wir Seiten und redaktionelle Beiträge den passenden Strukturen zu. Für Veranstaltungen, Standorte oder andere eigenständige Datensätze können eigene Inhaltstypen sinnvoll sein. Wiederkehrende Seitenelemente erhalten definierte Blöcke mit den Feldern, die die Redaktion tatsächlich benötigt.
Für den Import ordnen wir die TYPO3-Inhaltselemente und ihre Felder den vorgesehenen WordPress-Blöcken und Inhaltstypen zu. Wir beginnen mit einigen unterschiedlichen Seiten und prüfen, ob Bilder, interne Links, Sprachzuordnungen und Metadaten korrekt ankommen. Erst danach wird der gesamte Bestand verarbeitet.
Individuelle Funktionen in WordPress weiterführen
Für Produktfinder, Buchungsfunktionen oder CRM-Anbindungen planen wir die Umsetzung in WordPress. Wir prüfen, welche Anforderungen vorhandene Plugins abdecken und wo eine eigene Entwicklung sinnvoll ist. Dabei berücksichtigen wir die Datenübernahme, die Schnittstellen zu anderen Systemen und den späteren Wartungsaufwand.
Ein Kontaktformular benötigt möglicherweise nicht nur dieselben Felder, sondern auch Validierung, Versandregeln, Einwilligungen und eine CRM-Anbindung. Bei einem Kundenbereich kommen Anmeldung und Zugriffsrechte dazu. Diese Abläufe gehören in die Aufwandsschätzung und in die Abnahme.
Auch das Theme entsteht für WordPress neu oder wird auf einer geeigneten Grundlage entwickelt. Ein bestehendes Erscheinungsbild kann erhalten bleiben. Seine technische Umsetzung, mobile Bedienung und Barrierefreiheit müssen trotzdem überprüft werden.
Adressen und Suchtreffer bei der Umstellung berücksichtigen
Bestehende URLs behalten wir nach Möglichkeit bei. Für notwendige Änderungen erstellen wir eine Zuordnung zur jeweils passenden neuen Seite und richten dauerhafte Weiterleitungen ein. Alle alten Adressen pauschal auf die Startseite zu schicken, hilft weder Besuchern noch Suchmaschinen.
Seitentitel, Beschreibungen, Canonicals, Sprachverweise und interne Links werden mit übernommen oder bewusst angepasst. Vor der Freigabe prüfen wir außerdem Sitemap, Indexierbarkeit und wichtige Zielseiten. Nach der Umstellung beobachten wir Fehler, Zugriffe und die Entwicklung in der Search Console. Auch bei einer sorgfältigen Migration können Rankings vorübergehend schwanken.
Mit einer Probemigration Aufwand und Ablauf klären
Unser Vorschlag ist eine begrenzte erste Etappe: repräsentative Inhalte importieren, einen wichtigen Ablauf umsetzen und die Redaktion damit arbeiten lassen. Das zeigt, welche Teile automatisiert übernommen werden können und wo Nacharbeit nötig ist. Auf dieser Grundlage lassen sich Migration, Gestaltung, Funktionsentwicklung und Schulung getrennt kalkulieren.
Für die Umstellung werden Redaktionspause, letzte Datenübernahme, Sicherungen und Rückfallplan vereinbart. Die Kalkulation umfasst die Migration, die Entwicklung und die Schulung der Redaktion sowie die laufenden Kosten für Hosting, Lizenzen und Wartung von WordPress, Plugins, Theme und eigenem Code. So lässt sich der Wechsel mit der Weiterentwicklung der bestehenden TYPO3-Website vergleichen.
Inhalte lassen sich übertragen. Redaktionsabläufe, eigene Funktionen und das Seitendesign brauchen eine passende Umsetzung in WordPress. Ob sich der Wechsel lohnt, zeigt der Vergleich mit einer Weiterentwicklung der vorhandenen TYPO3-Website.